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Eine Möglichkeit zum Diskurs


Fächerverbindung als Prinzip

Fächerverbindende Projekte haben am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Tübingen eine lange Tradition. Seit vielen Jahrzehnten haben sich Fachleiterkolleginnen und -kollegen der unterschiedlichen Fächer immer wieder gemeinsam und aus unterschiedlichen Perspektiven vielschichtige Themen wie „Zeit“, „Frieden“, „Das Ende der DDR“, „Glocken“ oder „Spiele“ erschlossen und diese Themen auch für interdisziplinäre Studientage und fachdidaktische Publikationen aufbereitet. Der besondere Reiz fächerverbindenden Arbeitens ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Fächer jeweils unterschiedliche Sprachspiele und Begrifflichkeiten gewohnt sind. Fächerverbindende Projekte sind deshalb immer auch ein spannendes Experimentierfeld für Perspektivenwechsel, Empathie und Sprachfähigkeit und somit eine gute und unerlässliche Vorbereitung für das Leben in einer zunehmend komplexer und pluraler werdenden Welt.

Spiele öffnen Welten

Bernd Sunten, Projektissimo!

Projekt BioEthik

Der Diskurs zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften als besondere Herausforderung

Eine besonders interessante Herausforderung im interdisziplinären Diskurs bietet das Gespräch zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, die jeweils ihre ganz eigenen Methoden und Fachbegriffe mit sich bringen. Nicht zuletzt die nicht kleine Zahl von Referendarinnen und Referendare, die sowohl ein geistes- als auch ein naturwissenschaftliches Fach studiert haben, verfügt in diesem Zusammenhang über das entsprechende Vorwissen, einschlägige Erfahrungen und die notwendige Expertise. weiterlesen

Neuroenhancement

Bioethik als Element des Ausbildungscurriculums


Seit 2007 ist für die Referendarinnen und Referendare der Fächer Biologie, Evangelische Religionslehre, Katholische Religionslehre und Ethik/Philosophie (insgesamt etwa 90 Personen) eine vierstündige Nachmittagsveranstaltung zum Thema Bioethik ein fester Bestandteil des Ausbildungscurriculums. Bis 2013 erarbeiteten sich die Kurse in einem Wechsel von Gruppen- und Plenumsphasen die Problematik der Nutzung embryonaler Stammzellen für therapeutische Zwecke. Auf der Grundlage von Informationen über den aktuellen Forschungsstand in der Biologie und Medizin wurde dieses Problemfeld unter anthropologischen, theologischen und philosophisch-ethischen Gesichtspunkten diskutiert.

Seit 2014 wandten sich die Fachschaften nun einem neuen, in den Medien viel und kontrovers diskutierten Thema, der Problematik des Neuro-Enhancements, zu. Ziel des fächerübergreifenden Themennachmittags ist es, die neurophysiologischen Grundlagen des kognitiven sowie des moralischen Enhancements zu klären. Der zweite Teil des Nachmittags beschäftigt sich mit ethischen und moralischen Fragen der Verwendung von Neuro-Enhancern.

Verlauf Nachmittag

Arbeitsauftrag Gruppen

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